Petrol Girls

Der Internationale Frauentag am 8. März steht schon seit über 100 Jahren für den Kampf um die Gleichberechtigung von Frauen in allen Lebensbereichen.

2012 gewinnt dieses Datum für die DIY-Punkwelt eine weitere, wichtige Bedeutung: als Geburtstag der Petrol Girls bei einer Haushow im Rahmen des Frauentags.
Die explizit feministische Posthardcore-Band aus London, benannt nach den radikalen, gegen das Regime aufbegehrenden Pétroleuses im Paris des 19. Jahrhunderts, schlägt schon 2014 mit ihrer selbstbetitelten Debüt-EP in der Punk-Szene Englands ein, spätestens mit dem Nachfolger „Some Thing“ rennt das Quartett auch auf dem europäischen Festland offene Türen ein. Jetzt steht mit „Talk Of Violence“ das erste Album der Band in den Startlöchern – und der Name ist Programm.

Denn Gewalt in all ihren Erscheinungsformen, ob physisch oder psychisch, ist das Thema, das sich schon seit der Gründung der Petrol Girls vor allem durch die Texte von Frontfrau Ren Aldridge zieht. Egal ob die Unterdrückung von Minderheiten durch den Staatsapparat, die ausufernde Gewalt gegenüber Flüchtlingen, oder die Verwehrung der Selbstbestimmung der Frau, Aldridge rechnet in deutlichen Worten, mal mittels melodischem Singsang, mal mittels druckvollem Geschrei, mit der patriarchalisch geprägten Gesellschaft ab.
Unterstützt wird Aldridge dabei seit Gründung der Band von Bassistin Liepa Kuraitè und Gitarrist Joe York, deren eng verzahntes Zusammenspiel aus komplexen Gitarrenläufen zwischen Punk, Postpunk und Hardcore und treibendem, akzentuierten Bass ähnlich gelagerten Bands wie War On Women, White Lung oder RVIVR ordentlich Konkurrenz macht. Mit der Verpflichtung von Schlagzeuger Zock, der ansonsten bei den Austropunks Astpai Gitarre und Gesang übernimmt, komplettieren die Petrol Girls 2015 ihr Line-up.

Die Dynamik und Wandelbarkeit der kürzlich nach Graz übersiedelten Band wird schon auf den Studioaufnahmen deutlich und live nochmals gesteigert – wenn Aldridge wie ein Derwisch über die Bühne tigert, schleicht und springt und ihre angenehm unprätentiösen Parolen in die Menge schreit, die Rhythmusfraktion das Trommelfell zum Beben bringt und sich Yorks messerscharfe Melodien in den Gehörgängen der Besucher festbeißen. Bevor die Band ihr Debütalbum „Talk Of Violence“ am 18. November via Bomber Music veröffentlicht, wird sie deutschen Fans als Support für ausgewählte Tourstopps von Heisskalt und Milliarden einen ersten Vorgeschmack auf den angriffslustigen, radikalen Posthardcore ihres Debütalbums geben – und dabei eindringlich zur Schau stellen, dass jeder Tag Internationaler Frauentag ist.

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